Inspektion

   
alle 300 - 500 km

-  Rundlauf der Laufräder kontrollieren, ggf. Nachzentrieren
-  Nachstellen der Bremsen

-  Reinigen und Schmieren der Kette 

-  Sichtkontrolle der Reifen auf Fremdkörper


alle 1.000 km

-  Feineinstellung der Kettenschaltung 

-  Einfetten des Ledersattels 

-  Befestigungsschrauben kontrollieren
-  Steuerkopflager kontrollieren, ggf. einstellen
-  Lichtanlage kontrollieren. 

alle 3.000 km

-  Überprüfen von Kette und Ritzel auf Verschleiß, ggf. ersetzen
-  Bremsklötze auf Abnutzung prüfen, ggf. ersetzen
-  Schaltungsgelenke mit dünnen Öl schmieren
-  Ledersattel nachspannen

Generalüberholung

Eine Generalüberholung bietet sich unter normalen Umständen etwa alle 10.000 km an.
Ideal sind dafür die radlosen Wintermonate, während denen das Rad auch mal ein bis zwei
Wochen demontiert bleiben kann. Der Umfang erstreckt sich neben den bereits oben
genannten Tätigkeiten auf folgende Arbeiten:

-  Naben überholen
-  Brems- und Schaltzüge mit Hüllen erneuern. 

-  Bremsklötze ggf. ersetzen
-  Tretlager überholen
-  Pedallager warten
-  Lackschäden ausbessern. 

-  Steuersatz erneuern. 

-  ggf. Reifen mit Schläuchen erneuern


 

vor der Radreise

Unabhängig von den oben aufgeführten Wartungsarbeiten ist vor jeder Reise der nachstehend
aufgeführte Prüfumfang sinnvoll. Es empfiehlt sich, die Arbeiten einige Wochen vor der Abreise
zu beginnen, da es schon einmal zu Schwierigkeiten bei der Besorgung von Ersatzteilen kommen
kann. Auch muß man manchmal beim Einbau neuer Teile feststellen, daß sie nicht passen, wie vom
Händler versprochen. Bei Einhaltung der oben beschriebenen Wartung und Instandhaltung des Rades
und in Abhängigkeit von der Länge der geplanten Reise sind unter Umständen nicht alle
aufgeführten Arbeiten notwendig:


-  Bremsbeläge ersetzen

-  Kette erneuern

-  Ritzel auf Verschleiß prüfen, ggf. ersetzen

-  Bowdenzüge kontrollieren, evtl. fetten

-  Sämtliche Verschraubungen auf festen Sitz prüfen

-  Lichtanlage auf Funktion testen

-  Reifen auf Verschleiß und Beschädigung prüfen
-  Reifen besonders vor
 längeren Reisen zusammen mit den Schläuchen ersetzen 

-  Chrom und Aluminium dünn mit Wachs oder Vaseline einreiben

-  Funktion der Luftpumpe testen

-  Umfang und Zustand des Werkzeuges prüfen

-  Alle Lagerungen auf Spiel prüfen,ggf. neu fetten und einstellen

-  Flaschenhalter auf Bruchstellen untersuchen

-  Neue Tachobatterie einsetzen
-  Batterien von Batterieleuchten ersetzen

   
   

Werkzeug 

   
Werkzeug und Ersatzteile

Beim Werkzeug lohnt es sich, in gute Qualität zu investieren. Die sogenannten Hundeknochen
und universellen Flachschlüssel mit mehreren Schlüsselweiten taugen nichts und sollten
unbedingt zu Hause gelassen werden.

Als Grundausstattung für die Tour haben sich folgende Teile bewährt:
Je sechs Ersatzspeichen der verschiedenen (!!) Längen für Vorder- und Hinterrad (links und
rechts auch verschieden!) mit Nippeln, Nippelspanner, mindestens ein Ersatzschlauch, frisches
Flickzeug, drei Reifenheber, Innensechskantschlüssel SW 3-4-5-6,  Kabelbinder, eine Rolle breites
Gewebeklebeband, Mini-Rohrzange, 2 Kettennieten, Bindedraht, Luftpumpe, Maulschlüssel für die
Bremsschuhe, Zahnkranzabzieher, Ersatzschaltauge für Alurahmen (!!!) sowie ein kleines Schrauben-
sortiment.

Diese Teile sind gut aufgehoben in einem selbstgenähten stabilen Ledertäschchen, das die
Teile immer aufgeräumt und klapperfrei bereit hält. Satteltaschen aus Kunststoff oder Leder sind zu
klein, diebstahlgefährdet und klappern zu stark.

Mit dabei sein sollten auch die Einstellanleitungen der Teile, deren Einstellung man nicht auswendig beherrscht. In der Regel wird sich das aufs Schaltwerk und den Umwerfer beschränken. Ein kleines Fläschchen Kettenöl ist sinnvoll, ansonsten auf Motorölreste an der Tankstelle ausweichen.


 

zusätzlich auf Fernreisen

Folgende Zusatzausstattung leistet auf abgelegenen Touren wertvolle Hilfe:
Kurbelabzieher, kleines Schraubensortiment, ein Bremszug, zwei Schaltzüge, Lagerkugeln
bzw. Kugelringe, ein Ersatzreifen (faltbar) und zweiter Schlauch, Konusschlüssel für Vorder- und
Hinterrad, kleiner Schlitz-Schraubendreher, Pedallagerwerkzeug, leichter Kettennietdrücker,
Ersatzbirnen, Kettenmeßlehre. Zur Reduzierung der mitzunehmenden Schlüssel sollten alle
Schrauben gegen rostfreie Inbus-Zylinderschrauben mit möglichst gleichen Schlüsselweiten
ausgewechselt werden.

Für die Demontage der Pedalen, z.B. vor einem Flug, muß ein flacher 15mm Maulschlüssel bereit
gehalten werden. Hierzu eignet sich auch ein Konusschlüssel, wenn man die Pedalen nicht zu
stramm angezogen hat. Außerdem sollte auch der Inbusschlüssel für die Lenkerbefestigung
dabei sein.  Eine Filmdose mit Lagerfett kann Ziel abhängig ebenfalls sinnvoll sein.

 

   
   

 


  back