Nach Überschreiten der Grenze nach Nordirland kommen wir bald nach Londonderry, das eine quirlige große Stadt ist. Hier müssen wir zuerst Marions Hydraulikbremse austauschen, da diese plötzlich eine nicht reparierbare Undichtigkeit aufwies. Leider konnten wir in der ganzen Stadt keinen Ersatz bekommen und mussten daher auf eine englische mechanische Felgenbremse umrüsten, die bis zum Ende der Reise hielt aber ansonsten Schrott war. Londonderry selbst kam als Grenzstadt auf Grund der jahrelangen Bürgerkriege und des so genannten "bloody sunday" zu trauriger Berühmtheit, an dem sich die eingesetzten englischen Soldaten nicht gerade mit Ruhm bekleckerten.

 

 

 

Nach einer ausführlichen Besichtigungsrunde fahren wir in Richtung Osten entlang der tollen Küste weiter. Hier zeigt sich endlich eine traumhafte Landschaft, auf die wir in Irland vergeblich gewartet haben und ein landschaftlicher Höhepunkt reiht sich an den nächsten. So begeistert wie hier waren wir auf den ganzen zurück liegenden Kilometern noch nicht.

       

       

 

Schließlich erreichen wir die sehenswerten Basaltsäulen des Giant Causeway. Es führt eine kleine Straße bis zu den Säulen hinab, doch leider ist der Weg für Fahrradfahrer gesperrt. So schieben wir die Räder hinunter und erfreuen uns an dem seltenen Naturschauspiel, das leider sehr stark von Bustouristen frequentiert ist.

       

 

Ein längerer Abstecher bringt uns zur Buchenallee "Dark Hedges", die sich wie ein wilder Tunnel über uns schließt. Hier treffen wir schon am frühen Vormittag auf unvorstellbare Menschenmengen, die teils zu Fuß, teils mit Reisebussen durch diese wirklich sehenswerte Landschaft kommen. Wir fragen einen Busfahrer, warum gerade hier an dieser abgelegenen Stelle so viele Touristen zusammentreffen. Die Antwort überrascht uns: Die uns unbekannte TV-Show Game of Thrones ist "Schuld", da in irgendeiner Folge der vielen Staffeln einige Szenen hier abgedreht wurden. Seitdem pilgern die Fans der Serie in Scharen hierhin und an andere Drehorte... Trotzdem hat sich der Abstecher gelohnt, denn die Allee ist wirklich einmalig schön!

 

Schließlich fahren wir über teilweise sehr steile Straßen in Meernähe weiter, bis uns kurz vor Belfast eine Fähre hinüber nach Schottland bringt.