Dann erreichen wir schließlich Englands Nordwesten und wir nehmen gleich die Richtung zum Lake District, den wir schon seit Jahren auf unserer Wunschliste stehen haben. Schon auf der Fahrt zum Nationalpark erfreuen wir uns an der tollen Landschaft, die in Europa ihresgleichen sucht. Fast 1000 Seen aller Größen liegen hier teils spektakulär eingebettet in wild-liebliche Berglandschaften. Das Gebiet ist hervorragend durch Straßen und Wanderwege erschlossen. Den ersten Abend im Park beenden wir am Strand des Campingplatzes des netten Dorfs Keswick mit traumhafter Aussicht über den See Derwent Water.

     

 

     

 

 

In einem Pub in Keswick stärken wir uns für den nächsten Tag, der uns zum steilen Hornister Pass bringt, den wir teilweise nur schiebend schaffen. Obwohl die Pässe hier alle unter 400m Höhe liegen, gehören diese auf Grund der äußerst steilen Anstiege zu den schwierigsten unserer Radlerkarriere.

      

 

      

 

 

 

Aber zwischen den steilen Pässen versöhnen uns immer wieder die tollen Panoramastraßen entlang der vielen Seen für die Strapazen.

      

 

Die Freude hat dann schnell wieder ein Ende, bis wir die bis zu 30% steilen Pässe Hardknott und Wrynose bezwungen haben. Aber auch hinter Ambleside müssen wir auf dem Weg zum Kirkstone Pass wieder einige hundert Meter die Räder per pedes den Hang hinauf wuchten...

      

 

Ab hier wird die Strecke dann wieder angenehmer zu fahren, und wir radeln hinunter zum Ullswater-See und weiter bis nach Penrith. Mit ein wenig Wehmut verlassen wir nun den Lake District Nationalpark, der das absolute Highlight dieser Reise darstellte. Leider hatten wir auch hier wieder orkanartige Winde, die einige Zelte in Verlegenheit brachten.

     

 

Auf Grund des wieder schlechten Wetters entschließen wir uns, nicht den C2C (coast to coast)-Radweg nach Newcastle zu nehmen, sondern die etwas weiter nördlich verlaufenden Radroute entlang des Hadrians Wall, einer römischen Grenzbefestigung, ähnlich des Limes. Der Weg hat uns trotz des schlechten Wetters sehr gut gefallen.

     

 

 

      

 

Schließlich erreichen wir die Nordost-Küste Englands und folgen dieser bis nach Newcastle, wo wir die Fähre nach Amsterdam nehmen. Dort endet nach einer kurzen Fahrt zum Flughafen Schiphol an unserem dort geparkten Auto schließlich eine schöne Radreise, die uns zuerst nicht begeisterte, aber mit jedem Kilometer mehr gefallen hat. Insbesondere der Norden Englands weist so viele Schönheiten auf, dass wir bestimmt von hier aus zu einer weiteren Tour aufbrechen werden.